Hallo liebe Familie, liebe Freunde und liebe Spender,

 

Unsere Spendenaktion „Ein Delphin für Lea“ hat sich immer mehr verbreitet und viele wollten mir, Lea, helfen.

Bereits im letzten Jahr konnte ich zum ersten Mal eine Delphintherapie machen. Diese hatte sehr viel bewirkt, ich machte viele Fortschritte und es ging mir danach viel besser. So wurden wieder viele Aktionen zu meinem Gunsten durchgeführt und es wurden viele Spender gefunden, die mir eine 2. Delphintherapie in der Türkei ermöglichten.

Wir alle sind überwältigt über so viel Herz und ich und meine Eltern möchten dafür zuerst von Herzen DANKE sagen!!!

 

Ich möchte euch heute von meiner großen Reise berichten.

 

Die Vorfreude war schon riesig und ich konnte es kaum abwarten bis es endlich so weit war. Schon lange vorher, habe ich mit meiner Mama all meine Sachen und die meiner Eltern, in die Koffer eingepackt, um auch ja nichts zu vergessen

Mama, Papa, ich und Conny, die uns auch dieses Jahr wieder begleitete und unterstützte, waren wieder total aufgeregt. Denn erst am Nachmittag fuhren Oma und Opa uns zum Flughafen Dresden. Als es dann wirklich los ging und die Koffer im Auto waren, freute ich mich riesig.

Am Flughafen angekommen verabschiedeten wir uns und gingen in das große Flughafengebäude, was wir schon vom letzten Jahr kannten. Dann stellten wir uns an der langen Schlange des Check-In Schalters an und nun hieß es warten, bis wir unsere Koffer abgeben konnten. Schon wurde ich ungeduldig, denn warten kann ich gar nicht leiden. Doch auch als die Koffer abgegeben waren, mussten wir immer noch lange warten, bis wir endlich einsteigen konnten. Leider bin ich dann ziemlich ausgerastet und war total sauer. Erst als ich dann endlich im Flugzeug war, konnte ich mich wieder beruhigen und die Welt war wieder in Ordnung. Der Flug war wieder total toll. Beim Start und bei der Landung hat es wieder gekribbelt in meinem Bauch. Diesmal konnten wir von oben auf die Lichter einer dunklen Stadt schauen.

In Antalya angekommen hieß es schon wieder warten auf unsere Koffer. Diesmal wurden wir von einem, für uns fremden, Mann abgeholt. Eigentlich hatten wir uns auf Jürgen gefreut. Doch das war egal, wir waren müde und wollten endlich ins Bett.

Alle waren wir froh angekommen zu sein, unser Zimmer zu beziehen und ins Bett zu fallen.

 

Nach dem wir am nächsten Morgen ausgeschlafen haben, gingen wir gemütlich frühstücken.

Dann wurden wir von Jürgen freudig begrüßt. Wir hatten dann heute und morgen Frei und am Dienstag geht es richtig los mit Physiotherapie und dann kann ich auch endlich zum Delphin.

Wir haben die freien Tage am Pool und am Strand genossen. Endlich konnte ich wieder baden, tauchen und schwimmen so viel ich wollte. Es war schön das Meer wieder zu sehen.

 

Am Dienstag war es endlich so weit. Morgens musste ich zum Galileo-Training. Ich lag wieder auf einer Liege und wurde durchgeschüttelt. Das soll meine Koordination, Gleichgewicht und die Muskulatur trainieren. Ich fand es wie auch schon letztes Jahr ganz toll und konnte da entspannen. Und dann endlich, es ging mit dem Bus zum Delphinarium. Ich war aufgeregt und wollte dann nur noch ins Wasser. Mama, Papa und Conny durften dieses Jahr gleich mit rein und mir zu sehen, wie meine erste Reaktion auf meine bekannten Lieblingstiere war. Und? Ich hab gelacht. Gelacht aus tiefstem Herzen. Meine Mama und Conny hatten Tränen in den Augen, dass sie mich so glücklich sahen. Es war schön die Tiere wieder aus nächster Nähe zu spüren. Von Anfang an war ich viel näher am Delphin dran, als letztes Jahr. Ich hab ihn viel mehr angefasst und gestreichelt.

 

Bereits am nächsten Tag durfte ich schon zu den Beluga-Walen, weil ich meine Sache so toll gemacht habe. Ich habe mit meinem Therapeut und den tollen Belugas Ball gespielt. Das war lustig, als der Beluga mir den Ball zurück gebracht hat. Auch eine Runde schwimmen durfte ich. Dann durfte mein Papa kurz mit zu mir rein. Wir haben beide den Beluga gestreichelt und dann ist Papa eine Runde geschwommen. Und diesmal hat er es geschafft ohne runter zu fallen. Mama darf ja leider nicht mehr ins Wasser, ich bekomme nämlich ein kleines Geschwisterchen. J

 

Neben der Therapie waren wir vor allem am Strand. Dort hat es mir immer am besten gefallen. Ich habe viel im Sand gespielt und Mama, Papa und Conny haben mich eingebuddelt. Das war toll, denn da konnte ich meinen Körper ganz gut spüren, was mir sonst so schwer fällt. Auch haben wir viele Burgen gebaut und Löcher gebuddelt. Ich hatte dabei vom ersten Tag an viel mehr Spaß, als letztes Jahr.

Sonst haben wir dieses Jahr auch viel mehr unternommen.

An einem Tag bin ich mit Conny auf einem Kamel geritten. Am Anfang war ich noch bisschen skeptisch, denn als das Kamel aufgestanden ist hat es ziemlich gewackelt. Doch dann musste ich auch lachen.

Mit Papa bin ich an einem Tag mit dem Jet Ski gefahren. Das war so richtig toll. Wir sind ganz schnell über die Wellen gefahren, was total viel Spaß gemacht hat.

An einem Abend sind wir mit dem Taxi nach Belek in die Stadt gefahren. Dort haben wir uns mit Sabrina getroffen. Sabrina war letztes Jahr meine Therapeutin und sie war richtig toll. Es war schön sie mal wieder zu sehen.

In der zweiten Woche haben wir eine Bootfahrt nach Antalya zu den Wasserfällen gemacht. Das Boot ist richtig schnell gefahren. Wir sind sogar mit dem Boot in Höhlen reingefahren und unter einen Wasserfall gefahren. Eine tolle Erfrischung.

Am Abend waren wir meistens nochmal auf dem Spielplatz zu Schaukeln. So konnte ich entspannen und runter fahren.

 

Beim Schwimmen mit den Delphinen hatte ich immer viel Spaß. Das tollste war, als Papa mit im Wasser war. Er hat mich festgehalten und der Delphin hat uns durch das Wasser gezogen. Sonst war ich im Wasser viel ruhiger und auch intensiver am Delphin dran als letztes Jahr. Hier hat man deutliche Fortschritte im Vergleich zum letzten Jahr gemerkt. Ich war auch viel konzentrierter während den 30 Minuten Therapieeinheit.

 

Nach 2 Wochen ging es dann schon wieder heim. Wir hatten eine tolle Zeit in Belek. Doch wir freuten uns auch wieder auf unser zuhause.

 

Jetzt bin ich schon 4 Wochen wieder zu Hause. Ich bin selbstbewusster geworden und traue mir auch mehr zu. Das Beißen ist nach der ersten Therapie schon weniger geworden. Leider tu ich mir immer noch häufig weh und wir hoffen alle, dass sich das bald noch verbessert. Ich gehe wieder in die Schule und nun dauert es auch nicht mehr lange bis mein kleines Geschwisterchen auf die Welt kommt.

 

                                                           Eure Lea