Meine 3. Delphintherapie  September 2015

Hallo ihr Lieben,
ich möchte euch nu  von meiner dritten Reise zu den Delphinen berichten.

 

Zuerst einmal möchte ich mich bei allen bedanken, die mir diese Therapie wieder ermöglicht haben. Danke an alle Spender und Helfer, danke vor allem an Torsten und seine Kunden, danke für jeden einzelnen Cent, den ihr gegeben habt. Ihr seid einfach klasse. Nie haben wir damit gerechnet, dass die Aktion „Ein Delphin für Lea“ so erfolgreich wird.
Am 1. September war es diesmal soweit. Diesmal sind wir nicht zu viert geflogen, denn meine kleine Schwester Lucy ist ja auch mit dabei. Die Aufregung war wieder sehr groß und wir konnten es gar nicht abwarten bis es endlich losging. 
Als wir am Flughafen angekommen sind, mussten wir dieses mal gar nicht so lange warten um die Koffer ab zugeben. Ins Flugzeug durften wir auch wieder zuerst einsteigen und dann ging es endlich los. Das Kribbeln in meinem Bauch kannte ich ja schon. Meine Schwester Lucy hatte überhaupt keine Angst, als wir in die Luft gestartet sind. Wir hatten einen sehr ruhigen Flug. Am Flughafen holte uns dann Jürgen ab und brachte uns ins Hotel. Es war schön ihn nach 2 Jahren wieder zu sehen. Ich war dieses Mal viel geduldiger und konnte auch mal ein wenig warten, ohne gleich sauer zu werden. Alle waren ganz stolz auf mich, den so super habe ich das noch nie gemacht. 
Die ersten beiden Tage hatten wir noch frei und wir konnten endlich im Pool baden und sind natürlich auch an den Strand gefahren. Es war so toll, das alles wieder zu sehen. Auch meine Schwester freute sich, den Strand und das Meer kennen zu lernen. Wir hatten viel Spaß im Sand zu spielen und im Meer zu baden.
Am 3 Tag ging es dann endlich wieder mit dem Bus und Jürgen zu den Delphinen. Wir alle waren sehr aufgeregt. Ich wusste ganz genau was mich erwartet, schließlich bin ich ja schon ein kleiner Profi. Schnell hatte ich meinen Anzug an und dann ging es auch schon los. Das kalte Wasser find ich immer klasse und als ich die Delphine sah freute ich mich sehr. Von Anfang an war ich immer sehr nah am Delphin und streichelte ihn von ganz allein und hatte super viel Spaß.
Vormittags musste ich immer auf den Galileo Trainer und habe anschließend mit Julia, der Physiotherapeutin noch Sport gemacht. Dadurch konnte vor allem mein Gleichgewicht verbessert werden.
Immer wenn wir zum Delphinarium gefahren sind, konnte ich auch das Warten üben, bis ich dann endlich meinen Anzug anziehen durfte und mein Therapeut mich mit ins Wasser genommen hat. Dadurch das es sehr warm war, duschte mich meine Mama nochmal kalt ab und so viel mir das Warten auch leichter. 
Ich war dieses Mal immer ein bisschen wild im Wasser, tauchte und spritzte mit Wasser, was ich sich aber mit der Zeit auch verbessert hatte. Besonders als meine Mama mit im Wasser war, war ich viel ruhiger und konzentrierter. Ich konnte so besser entspannen und hatte einen noch intensiveren Kontakt zu dem Delphin. Zunehmend wurde ich stabiler im Wasser, konnte ohne eine Weste mein Gleichgewicht besser halten. 
Ein besonderes Erlebnis für alle waren wieder die Beluga Wale. Die sind im Vergleich zu vor 2 Jahren ganz schön gewachsen, aber ich habe trotzdem keine Angst. Die Belugas find ich immer ganz toll, sie machen viel mehr lustige Geräusche worüber ich immer sehr lachen muss. Zuerst war ich nur mit Mama im Wasser. Und wisst ihr was? Ich habe eine ganz mutige Schwester. Lucy war auch mit im Wasser, hat die großen Belugas gestreichelt und ist sogar mit meinem Trainer eine Runde auf dem Beluga geschwommen. Das war echt schön.
Auch neben der Therapie haben wir viel erlebt. Ich habe mit Mama und Conny Parasaling gemacht, ich war erst etwas skeptisch weil ich nicht wusste was auf mich zukommt. Aber es war schön mal alles von ganz oben zu sehen. Ganz viel Spaß hatte ich beim Jetski fahren mit meiner Mama. Wir sind ganz schnell über das Wasser gefahren. Sonst haben meine Schwester Lucy und ich viel im Sand gespielt. Ich konnte baden und tauchen so viel ich wollte.
Die Zeit in Belek ging wieder ganz schnell rum. Wir alle hatten eine tolle Zeit. Die Therapie war sehr schön und sehr gut organisiert. Alle waren nett und kümmerten sich ganz intensiv mit viel Liebe um mich. Ich war entspannter, lachte viel mehr und besonders meine Körperspannung konnte verbessert werden. Das merken wir auch ca. 6 Wochen später zu Hause. Ich bin viel entspannter, ich lache viel mehr und mein Selbstvertrauen hat sich auch wieder deutlich verbessert. Das wichtigste ist, das ich während der Therapie und der Zeit am Meer ganz viel Spaß habe, das ich mal Abstand nehmen kann von meinem Alltag, der Schule und den vielen Therapien und Arztbesuchen. So können wir alle mal entspannen und neue Kraft tanken. 
Seit unserer Rückkehr gehe ich auch wieder in die Schule. Im August hatte ich einen Klassenwechsel, was mir sehr zu schaffen machte. Ich weinte zu Hause viel. Nach der Therapie konnte ich mich nun viel besser darauf einlassen. Ich gehe nun wieder gerne in die Schule und freue mich neue Freunde zu finden und neue Sachen zu lernen. 
Also noch mal vielen Dank an all unsere Helfer…. Ihr seid die Besten!
Eure Lea, mit Mama Jana und Papa Rico, Schwester Lucy und Conny