Meine 4. Delphintherapie im September 2016

Hallo ihr lieben Helfer, Spender, Freunde,

Ich möchte euch gern von meiner Reise in die Türkei und von meiner vierten Delphintherapie erzählen

Aber als erstes möchten ich und meine Eltern euch allen dafür danken, dass ihr mir das ermöglicht habt. Danke für eure Spende, egal ob es ein Euro war oder auch etwas mehr. Danke für eure Käufe bei unseren Verkaufsaktionen. Danke an die, die Schuhe gesammelt und verschickt haben.
Aber ein großes Dankeschön geht dieses Jahr an den Verein "Viel Farbe in Grau". Conny hatte mit einem Brief über mich bei euch ein super Glückliches Händchen. Wir waren überwältigt über die Nachricht, dass ihr dieses Jahr die Kosten der Delphintherapie übernehmt. Ihr seid so toll, ihr lieben Schmetterlinge. Vielen vielen Dank.
Ein großes Danke geht aber auch an unseren Eismann Torsten und seine Kunden, die so wahnsinnig viel leisten. Ohne euch wäre vieles nicht möglich. Danke, dass ihr mich schon so lange und so zuverlässig unterstützt. Und dank eurer stetigen Unterstützung sind wir der nächsten Therapie schon ein ganzes Stück näher. Denn dass wir auch 2017 wieder fahren ist geplant. Ihr der Hammer.

Ein Danke geht auch an Reichis Radkappenwelt und Anja, die viel für uns machen und uns auch schon einige Stände organisiert haben.

Ohne euch allen wäre das nicht möglich und nun möchte ich euch von meiner Reise berichten.

Anfangs war ja der Antritt der Reise etwas wackelig. Durch viele politische Sachen, die ich gar nicht verstehe, hatte man natürlich Angst in die Türkei zu reisen. Aber meine Eltern haben sich nicht verunsichern lassen und da es in der Reiseregion von Antalya ruhig war ging es am 30. August endlich los.
Alle waren natürlich wieder sehr aufgeregt. Als alle Koffer im Auto verstaut waren ging es endlich los. Meine Oma und mein Onkel brachten Mama, Papa, Lucy, Conny und mich zum Flughafen nach Dresden. Es hat alles wieder super geklappt. Ich war einfach nur ruhig und entspannt. So toll ruhig gewartet habe ich bisher noch nicht. Meine Eltern meinen auch das ich seit der letzten Therapie viel ruhiger und ausgeglichen geworden bin und ich auch mal warten kann, wenn es eben gerade mal nicht so schnell voran geht. Als wir dann im Flieger saßen, wollte ich dass es endlich los geht. Ich freute mich schon wieder auf das tolle kribbeln im Bauch wenn der Flieger abhebt. Und dann war es so weit. Das Flugzeug startete endlich in Richtung Urlaub und zu meinen Delphinen. Wir hatten einen ruhigen Flug. Ich war sehr entspannt, dafür sorgte meine Schwester Lucy für Stimmung im Flugzeug. Nach 4h kamen wir Antalya endlich näher und der Flieger setzte zur Landung an. Und wieder kribbelte es in meinem Bauch. 
In Antalya hatten wir einen Rollstuhlservice für mich, damit wir es leichter haben durch all die Kontrollen und Warteschlangen zu kommen. Ich hatte mein eigenes Gefährt mit dem ich dann durch das Flughafengebäude gefahren wurde. 
Unsere Koffer haben wir schnell bekommen und draußen wurden wir schon von Jürgen von My Dolphins erwartet.
Er fuhr uns dann in das neue Hotel auf das wir ganz gespannt waren. Aber wir waren durch die Reise so müde, dass wir alle ins Bett gefallen sind.
So haben wir auch am nächsten Morgen lange geschlafen und haben auch prompt das Frühstück verschlafen, das Spätaufsteherfrühstück haben wir irgendwie nicht gefunden. Naja aber Essen sollte es ja hier Rund um die Uhr geben 
Und ich wollte auch endlich meinen Badeanzug anziehen und in den Pool springen. Endlich konnte ich Baden, Tauchen und Schwimmen so viel ich wollte. Auch Mama, Papa, Lucy und Conny stürzten sich ins kühle Nass. Nach der ersten Abkühlung erkundigten wir etwas diese riesige Hotelanlage. Die ist einfach nur traumhaft schön gewesen. Es gab 6 Pools und endlich hatten wir auch einen direkten Zugang zum Strand. Da ging es dann auch hin und es war so schön. Endlich konnten wir beliebig zwischen Pool und Strand wechseln. Und wisst ihr was? Schon am ersten Tag habe ich meinen Lieblingspool entdeckt. Es war wie eine kleine Grotte, das Wasser war schön kühl und ich liebte es darin zu tauchen. Ab dem Moment durfte der Pool an keinem tag fehlen.

Abends hatten wir dann das Einführungsgespräch mit Jürgen, Julia & 2 
Praktikantinnen.
Aber ich bin ja eigentlich ein alter Hase und kenne mich aus. Wir sind nur jetzt in einem neuen Delphinarium und sie haben auch 2 neue Therapiedelphine, Lucky und Ice.

Am nächsten Tag war es dann auch soweit. Wir mussten nur ziemlich zeitig aufstehen, weil die Therapien früh stattfinden. Ich hatte Mühe aus dem Bett zu kommen, habe aber auf der Fahrt zum Delphinarium noch bisschen geschlafen. Und dann ging es endlich los. Ich bekam meinen Anzug an und mein Schwimmtrainer war dieses Mal Dogan.
Meine Eltern und Conny waren ganz gespannt auf meine erste Reaktion. Und natürlich habe ich gleich gelacht als ich im Wasser war und mein Delphin Lucky angeschwommen kam. Ich bekam auch gleich ein dickes Küsschen. Alle waren froh und hatten Freudentränen in den Augen, mich wieder so glücklich im Wasser zu sehen. Alle Mühe und Anstrengung die nötig waren, um wieder hier her zu kommen haben sich gelohnt. Ich wurde wieder durchs Wasser gezogen, hab Lucky gestreichelt und er hat für mich gesungen. Das finde ich immer besonders lustig. Ganz schnell verging die erste Einheit. Die neuen Tiere sind richtig toll, voll zutraulich und sehr kuschelbedürftig. Auch so ist es eine ruhige und gemütliche Atmosphäre. Für eine Therapie optimal.
Den Rest des Tages verbrachten wir dann noch gemütlich am Strand und Pool. Natürlich war ich auch in meinem Lieblingspool.
Mittags fand dann auch immer noch die Physiotherapie statt wo ich 15 Minuten auf dem Galileo stand. Das soll meine Körperstabilität, Gleichgewicht und Muskulatur verbessern.
So vergingen ganz schnell auch die nächsten Tage. 
Früh ging es immer zu den Delphinen. Schnell hat man gemerkt, dass ich viel ruhiger und entspannter und vor allem konzentrierter im Wasser bin. Letztes Jahr habe ich immer viel getaucht und gespritzt. Das war dieses Jahr gar nicht. Ich genoss einfach die Zeit im Wasser, war viel intensiver am Delphin dran und suchte auch selber mehr den Kontakt. Auch habe ich immer viel gelacht, es hat mir 
immer so viel Spaß gemacht. Und das hat auch Jürgen und die Trainer gemerkt. Auch fällt mir das Warten deutlich leichter und bin einfach ausgeglichener. Ich werde nicht mehr so schnell sauer wenn man mal etwas warten musste. Ein ganz großer Fortschritt zum letzten Jahr.

Am fünften Tag haben wir abends einen kleinen Ausflug nach Belek in die Stadt gemacht. Dort waren wir lecker essen und haben etwas eingekauft. Dieses Mal war auch der große Springbrunnen an, das Wahrzeichen von Belek.
Sonst hatten wir neben der Therapie eine super schöne entspannte Zeit. Alle waren super freundlich, das Essen war super lecker und die ganze Anlage war traumhaft. Wir waren viel im Pool und Strand, haben im Sand gespielt, Burgen gebaut und uns gegenseitig eingebuddelt. Auch haben wir die Rutschen getestet. Am Abend waren wir immer auf dem Spielplatz und ich konnte auf der Schaukel entspannen. Das ist zu einem richtigen Ritual geworden und durfte keinesfalls fehlen. Auch meine Schwester Lucy hatte immer viel Spaß.

In der 8. Therapieeinheit kam am Ende auch meine Mama mal mit uns Wasser. Darüber habe ich mich voll gefreut. Es ist schön meine Mama in meiner Nähe zu haben. Auch sie bekam ein dickes Küsschen von Lucky. Meine Schwester Lucy war auch ganz mutig und hat erst den Delphin nur gestreichelt, wollte aber dann auch mit ins Wasser. Das hat ihr ganz sehr gefallen. Sie wurde geküsst und hat sich mit Mama von Lucky durchs Becken ziehen lassen.
Ab und an kam uns im Delphinarium auch die Robbe Atila besuchen und gab uns allen ein 
Küsschen.
Mit jeder Therapieeinheit konnte ich mich mehr und mehr entspannen. Ich habe sonst auch viel meine Stimme ausgetestet, habe viel gesungen und viele neue Laute gemacht. Auch ein paar neue Worte kamen hinzu die für Außenstehende nicht so deutlich sind, aber meine Eltern verstehen es. Das ist auch immer das größte Ziel, dass meine Kommunikation besser wird. Ich nutze nun auch viel mehr meinen Sprachcomputer. Auch kann ich jetzt zwischen zwei Dingen entscheiden, in dem man mich fragt ob ich zum Beispiel lieber eine Fanta oder ein Saft trinken möchte. Ich zeige dann auf den rechten oder linken Arm und so wissen andere was ich gerne möchte. Ein großer Fortschritt für mich.

Schnell verging die Zeit und wir haben neben der Therapie viel erlebt. Einmal waren wir "Sultan for a day". Da wurden wir bedient und genossen den Tag in einem schönem Pavillon am Strand. 
Auch waren wir mal chic essen in einem Restaurant oder waren auf dem Basar der jede Woche im Hotel stattfand. Einen abendlichen Ausflug nach Kadriye haben wir gemacht.

Und schon waren die 16 Tage wieder rum. Der Abschied war traurig aber wir hoffen das wir uns bald wieder sehen.
Wir haben unsere Koffer gepackt und dann hat uns Jürgen wieder zum Flughafen gefahren. Dort musste meine Mama noch einiges klären, weil unser Flug mit einem anderen zusammen gelegt wurde und hatten eine Zwischenlandung in Erfurt ehe wir nach Dresden weiter geflogen wären. Das wäre vor allem für mich viel Stress gewesen, weil ich es nicht hin verstanden hätte, warum wir nach der Landung nicht aussteigen. Zum Glück konnten wir es klären und sind bei der Zwischenlandung ausgestiegen und wurden zum Glück von meiner lieben Oma und meinem Onkel dort abgeholt. So sind wir relativ entspannt wieder zu Hause angekommen.

Ich habe mich auf mein Zimmer gefreut und auch auf Sammy und Charley.
Wir hatten alle eine wunderschöne Zeit in Belek, von irgendwelchen Unruhen haben wir nichts gemerkt.
Mir hat die Therapie wieder sehr gut getan und ich hatte so viel Spaß.
Ich bin weiterhin viel entspannter und ausgeglichener, bin glücklich. Auch öffne ich meine Hände wieder etwas mehr, die vorher sehr verkrampft waren. Meine Therapeutin und auch meine Lehrer in der Schule haben festgestellt das ich meine Stimme viel mehr nutze und auch 
einige neue Laute spreche. Eine gute Voraussetzung etwas mehr verbale Kommunikation zu erlangen. Auch hat sich die Körperstabilität wieder verbessert, laufe etwas sicherer und bin lockerer. Auch Selbstverletzungen sind bisher nicht wieder aufgetreten. 
Und ich und meine Eltern und meine Schwester konnten endlich mal 2 Wochen entspannen und aus dem anstrengenden Alltag fliehen. Und wir hoffen das ich jetzt in meinem gewohnten Alltag weiter Fortschritte mache und mich gut weiterentwickle. Wir alle sind da sehr zuversichtlich.

Nochmals vielen, vielen Dank an alle die mich unterstützt haben. Danke an das Team von My Dolphins. Ihr seid die Besten.