Meine 5. Delphintherapie im September 2017

Heute nun möchte ich von unserer Reise zu Leas fünfter Delphintherapie berichten.
Nach langer Vorfreude war es am 3.September soweit und wir machten uns mittags auf dem Weg zum Flughafen Dresden. Am Flughafen klappte alles sehr gut und auch Lea war sehr geduldig und freute sich das es endlich in den Urlaub ging. Der Flug war sehr ruhig, auch wenn Lea dieses Mal beim Start und der Landung etwas ängstlich war. Dafür unterhielt Lucy das ganze Flugzeug. Das schönste am Flug war, dass wir zu ersten Mal den Sonnenuntergang in 10000m Höhe erlebten. In Antalya angekommen klappte es mit dem Rollstuhlservice wieder super und waren schnell bei unserem Gepäck. Draußen wartete Jürgen schon auf uns und die Wiedersehensfreude war groß. Es ist immer wieder schön, so herzlich empfangen zu werden. Er brachte uns dann sicher in unser Hotel, was wie letztes Jahr schon das Hotel Atlantis war.
Unsere Zimmer hatten wir im gleichen Haus und war groß und einladend. Müde fielen wir an diesem Abend in unsere Betten.
Die ersten 2 Tage blieben uns, um anzukommen und erstmal den Strand und die Pools zu genießen.
Lea war wieder voll in ihrem Element und es dauerte auch gar nicht lang und sie wollte in ihren schon damals heißgeliebten Pool in der Grotte.
Am Dienstag war es dann soweit und es ging morgens ins Delphinarium zur ersten Therapieeinheit. Lea wusste genau wo wir hinfuhren und sie hatte ein Lächeln im Gesicht als wir da waren. Als sie dann in ihrem Anzug steckte war die Aufregung uns allen ins Gesicht geschrieben. Dann ging es für Lea mit ihrem Schwimmtrainer Dogan ins Wasser. Und natürlich war Leas erste Reaktion ein strahlendes Lächeln. All die Anstrengung und die Mühe vom letzten Jahr fielen von uns ab und genossen es, Lea das erste Mal in diesem Jahr bei den Delphinen zu sehen. Und sie machte ihre Sache toll.
In den nächsten Therapieeinheiten hatten wir das Glück, dass Lea mit 3 Delphinen im Wasser war. Ihre Mama war dann mit drin. Lea genoss das sehr und war so auch noch ruhiger. Lea war viel näher am Delphin dran. Sie akzeptierte sich alle 3 Delphine im Wasser und zeigte keinerlei Scheu. Sie fand es ganz toll wenn der Delphin sie küsste. Auch beim Streicheln und Berühren wurden schnell Fortschritte sichtbar. Im Vergleich zum letzten Mal hatte sie ihre Hand geöffnet und die Spastik löste sich ganz. So konnte sie auch viel besser mit dem Ball spielen. Sie konnte den Ball richtig festhalten, ihn vom Delphin abnehmen und den Ball zurück ins Wasser werfen. Das kann man auch auf den Fotos deutlich sehen. Von mal zu mal wurde sie auch konzentrierter und ausgeglichener. Nach dem sie in den ersten beiden Therapieeinheiten nach ca 20min keine Lust mehr hatte und deutlich zeigte das sie raus möchte, konnte Lea die andere Einheiten die kompletten 30 min genießen.
Die letzten 5 Minuten ist auch ihre Schwester Lucy mit ins Wasser gekommen. Lucy zeigte keine Angst und Scheu und wollte am liebsten allein im Wasser mit dem Delphin schwimmen. Sie streichelte ihn liebevoll und küsste ihn. Zusammen mit Mama ließ sie sich dann durchs Wasser ziehen. Alle drei genossen die gemeinsame Zeit im Wasser sehr.
Zusätzlich zum Delphinschwimmen bekam Lea wieder die Gallileo-Therapie. Im Stehen war es Lea aufgrund ihrer Kieferproblematik nicht möglich ab im Sitzen klappte es super.
Auch außerhalb der Therapie erlebten wir alle eine super schöne Zeit. Wir waren den ganzen Tag baden im Meer und Pool, spielten im Sand. Aber auch Entspannung war in diesem Jahr mehr möglich. Wir konnten uns auf der Liege auch mal eine ganze Zeit lang ausruhen. Die Jahre zuvor sind wir von einem Pool in den nächsten Pool und am Strand gewesen. Auf der Liege zu liegen und zu entspannen war für Lea unmöglich. Das war dieses Jahr ganz anders. Entspannung pur also.
Den ein oder anderen „Ausraster“ gab es zwar von Lea trotzdem, aber sie war trotzdem viel entspannter als im letzten Jahr noch und konnten so auch mehr erleben.
Besonders toll war es immer, wenn wir einen Pavillon gebucht hatten. Da waren wir „Sultan for a day“. Wir wurden bedient und genossen in gemütlicher Atmosphäre die Ruhe, die Sonne und den Blick aufs Meer.
Einen Ausflug in die Stadt machten wir auch. Dort waren wir etwas shoppen und mal auswärts essen.
Gemeinsam mit Jürgen und den anderen Familien unternahmen wieder einen Ausflug in die Berge zum Fischessen. Das war sehr lecker und eine tolle Umgebung mit den Bergen und dem Wasser.
Dieses Jahr blieben wir erholsame 19 Tage in dem schönen Hotel Limak Atlantis Belek wo keine Wünsche offen blieben. Die Hotelanlage ist einfach wahnsinn. Groß, sauber, top gepflegt, tolle Poolanlagen, ein sauberer Strand mit dem schönen neuen Steg. Das Personal immer freundlich und hilfsbereit. Wir fühlten uns immer sehr wohl und die Zeit verging im Fluge.
Wir hoffen ihr seid nicht böse, dass wir uns dieses Jahr so wenig von vor Ort gemeldet haben. Wir haben die Zeit einfach ausgiebig genossen.
Wir haben vorher natürlich viele verschiedene Meinungen gehört, derzeit Urlaub in der Türkei zu machen, da viele durch die Medien Angst haben dort hin zu reisen. Doch wir können sagen, dass wir uns zu keiner Zeit unsicher gefühlt haben. Es gab viele Security Menschen die für Sicherheit sorgten. All unsere Wünsche wurden uns von den Augen abgelesen. Das Personal war immer freundlich und zuvorkommend. Auch war das Hotel nahezu ausgebucht.
Es war also eine wunderschöne Zeit dort.
Auch der Rückflug war einmalig. Die automatische Sitzplatzreservierung in der ersten Reihe und das tolle, überraschende Frühstück rundeten die schöne Zeit ab.
Nun sind wir schon wieder 4 Wochen zu Hause. Und es zeigen sich schon weitere Fortschritte. Lea gewann wieder mehr an Selbstbewusstsein dazu. Sie ist geduldiger und kann sich auch mal auf dem Sofa liegend entspannen. Ihr Schriftbild in der Schule ist besser und auch ihre Spastik in der Hand ist komplett gelöst. Sie versucht mehr ihren Willen durch zusetzten. Weiterhin haben sich auch an dem größten Ziel weiter Fortschritte ergeben. Wie auch schon im letzten Jahr versucht sie sich verbal noch mehr mitzuteilen und gibt sich viel Mühe bei der Aussprache. Aber das wichtigste ist das sie ausgeglichener, entspannter und fröhlicher ist und Abstand hatte von ihrem anstrengenden Alltag. Wir sind und sicher das sich die Fortschritte weiter festigen werden.
Vor allem hoffen wir sehr das die manchmal noch auftretenden Autoaggressionen sich wie die Jahre vorher auch wieder minimieren.
Und nun möchten wir noch Danke sagen. Danke an alle die Lea schon seit vielen Jahren unterstützen. Danke an alle Spender. Danke an die Stiftungen, die sich immer mit einer tollen Summe beteiligen. Danke an alle Interessenten und Käufer bei unseren Ständen die wir jedes Jahr durchführen.
Ein großes Danke an Torsten Aurich, von Der Aktion „Eismann hilft“ und seinen liebeswerten Kunden, die immer wieder einen großen Beitrag leisten, damit uns dies alles möglich ist.
Es ist einfach unglaublich. Nie hätten wir uns je erträumen lassen das wir schon 5 Mal zu den Delphinen reisen durften.
Danke auch an das Team von My Dolphins, die uns den Aufenthalt immer zu etwas ganz besonderen machen.
Wir bedanken uns aus tiefsten Herzen dafür und Lea zeigt es euch mit einem glücklichen Lächeln.
 
Mit lieben Grüße Lea mit Mama Jana, Papa Rico, Schwester Lucy und Conny