Meine 6. Delphintherapie im September 2018

Hallo ihr lieben,

Vielen warten bestimmt schon sehnsüchtig drauf, dass wir von unserer Reise zu den Delphinen berichten. Nun möchte ich das endlich nachholen.
Wir, Lea, Mama Jana und Papa Rico, sowie Schwester Lucy und ich Conny als Patentante, sind am 9. September vom Dresdner Flughafen gestartet und haben uns auf den Weg zu Leas 6. Delphintherapie gemacht. Lea und auch wir waren schon Tage vorher total aufgeregt. Lea hat immer kontrolliert, dass wir auch ja ihren Koffer einpacken.

Am Flughafen und während des Fluges war alles gut. Lea hat es gut gemacht und auch das Warten hat sie gut toleriert. Denn es gab auch eine große Überraschung. Sie hat viele neue Fotobücher und DVDs mit Fotos und Videos bekommen. Wer Lea kennt, weiß wie sehr das Lea liebt und das ist oft das einzige, mit was sich Lea wirklich mal beschäftigt. Daher hat sie das warten und den Flug gut gemeistert.
Am späten Abend sind wir dann angekommen. Jürgen hat uns selbstverständlich abgeholt und ins Hotel gebracht. Wir waren froh, gut angekommen zu sein und hatten unser gewohntes Zimmer.

Nach dem wir am nächsten Morgen ausgeschlafen hatten, sind wir natürlich erstmal an den Pool und den Strand. Lea konnte es kaum erwarten.
Auch Lucy und wir anderen waren glücklich endlich wieder dort zu sein.
Abends hatten wir dann das Gespräch mit My Dolphins. Schon am nächsten sollte es los gehen. Einiges hat sich ja bei My Dolphins geändert und wir waren gespannt auf die neuen Schwimmtherapeuten.

Morgens ging es dann immer mit dem Bus Richtung Delphinarium. Dort angekommen wusste Lea gleich wie es abläuft. Alles war gewohnt und selbstverständlich. Lea hat sich umziehen lassen, den Anzug und Schwimmweste an und dann ging es auch schon los. Leas neuer Schwimmtherapeut war Aykut. Als Lea endlich im Wasser war, wussten wir das sich all unsere Mühe gelohnt hat. Lea hat aus tiefstem Herzen gelacht und sich riesig gefreut, als sie im Wasser bei den Delphinen war. Akyut hatte ein super Gefühl für Lea. Er hat erstmal versucht wahrzunehmen, wie sich Lea im Wasser verhält und hat Lea von Beginn an viel zu getraut. Das war der entscheidende Punkt für den Erfolg, den Lea bei dieser Therapie hatte. Im Laufe der Zeit hat Lea immer mehr selbstständig gemacht. Sie hat allein den Kontakt zum Delphin gesucht und hat ihn von sich aus berührt und gestreichelt. Auch ein Küsschen gab es immer wieder. Besonders viel Freude machte es Lea, wenn der Delphin für sie gesungen hat. Es war so schön anzusehen.

Wir freuten uns nach dem ersten Tag auf weitere 9 tolle Therapietage.

Nach dem Delphinschwimmen hatten wir immer eine kleine Pause, wo wir kurz ins Zimmer konnten und auch zum Mittagessen waren. Danach war Lea bei der Physiotherapie. Fatma kannten wir schon von einer früheren Therapie und auch sie kannte Lea. Bei der Physio ging es wieder auf den Galileo, wo vorallem Muskulatur, Körperstabilität und Gleichgewicht trainiert wurde. Danach machte Fatma verschiedene Kräftigungsübungen und Übungen für Leas Körperwahrnmung. Besonders liebte Lea Entspannungsübungen.

Den Rest des Tages verbrachten wir immer am Strand und Pool. Wir alle hatten dabei viel Spaß. Lea war aber immer noch relativ unausgeglichen und unruhig. Entspannung auf der Liege war zu Beginn noch nicht möglich.
Lea braucht immer eine gewisse Zeit, bis sie richtig ankommt, ihren Rhythmus findet und anfängt sich zu entspannen. Deswegen haben wir auch 3 Wochen gebucht, um Lea ihre Zeit geben zu können, die sie zu Beginn braucht.

Die nächsten Einheiten beim Delphin waren überwältigend und traumhaft. Aykut war der beste Schwimmtherapeut den Lea bekommem konnte. Seine ruhige und herzliche Art verbrachte wahre Wunder bei Lea. Er traute Lea viele Dinge zu. Er ließ sie im Wasser los und Lea schaffte es tatsächlich sich frei ohne fremde Hilfe im Wasser zu halten. Und das beste, er ließ Lea ganz allein mit dem Delphin schwimmen. Und es hat geklappt. Ganz allein hielt sich Lea an den Brustflossen fest und ließ sich vom Delphin durchs Wasser ziehen. Das war für uns alle ein überwältigendes Gefühl. Ein großes Gefühl von Freude und Stolz.
Auch Kontakt zum Delphin suchte Lea ganz allein, ohne Scheu. Das waren für uns alle, die größten Glücksmomente in diesem Jahr.
Genau so toll liefen die weiteren Einheiten. Jetzt war Lea gemeinsam neben Aykut mit ihrer Mama im Wasser. Die Nähe zu ihrer Mama genoss Lea ganz besonders. Mama entwickelte sich zu einer richtigen Co-Therapeutin. Beide machten das so toll. Und dann wurde auch Lucys Wunsch endlich war und sie durfte die letzten Minuten mit ins Wasser. Lucy war schon ganz aufgeregt und hat sich riesig darauf gefreut. Nun durfte auch sie mit dem Delphin schwimmen, ihn küssen und streicheln. 
Alle genossen die Zeit bei diesen tollen Tieren, die immer wieder kleine Wunder verbringen können. Die neuen Trainer und Therapeuten machten ihre Arbeit super.

Neben der Therapie hatten wir immer viel Spaß. Wir waren viel im Pool und Meer. Hatten schöne Zeiten im Sultanzelt und auch waren wir in der Stadt und auf einem Basar. Auch wenn Lea ab und an sauer war und uns zeigte, zu was sie keine Lust hatte, war sie tagsüber viel ruhiger und entspannter. Auf der Liege beschäftigte sie sich selbst mit ihren Fotos oder DVDs. Am Strand spielten wir auch im Sand und buddelten uns gegenseitig ein. 
Das Essen hat Lea und auch uns sehr gut geschmeckt. 
Den Abend verbrachten wir immer auf dem Spielplatz und in einer ruhigen Ecke im Hotel . Auch im Urlaub braucht Lea Struktur und Regelmäßigkeiten. Das gibt ihr Sicherheit sich im Tagesablauf zu orientieren. 
Sich mal eine Show anzuschauen, ist für Lea nach wie vor kaum möglich, da es zu laut für sie ist. 
Wir alle wissen Lea zu nehmen und daher richteten wir uns nach ihr und alle hatten eine super schöne Zeit.

Nun sind wir schon eine Weile wieder zu Hause. Lea konnte sich im Urlaub entspannen und sie hat die Zeit dort sehr genossen. Auch die Physiotherapeutin hat bestätigt, dass sich Leas Körperstabilität verbessert hat und auch ihr Gangbild sicherer geworden ist. Sie kann gewohnte und ebene Strecken auch gut mal allein laufen. Auch hat sie deutlich mehr Kraft und ist aber gleichzeitig lockerer und nicht mehr so angespannt. 
Lea ist viel selbstbewusster geworden und hat spüren können, dass wenn man ihr etwas zu traut, sie allein was schaffen kann. 
Sie ahmt viel mehr nach und setzt ihre immer noch kaum vorhandenen Sprache etwas mehr ein. 
Wenn Lea etwas stört oder nicht nach ihrem Kopf geht, vermittelt sie es uns erst mit schreien. So sind die Selbstverletzungen (besonders das schlagen oder beißen) reduziert, da wir als Eltern dann eher handeln können, ehe sie sich weh tut. 
Wir sind glücklich über das was Lea erreicht hat. 
Und sind gespannt wie sich die erreichten Ziele weiter entwickeln. 
Wir danken nochmals dem ganzen Team von My DOLPHINS und dem tollen Schwimmtherapeuten Aykut.

Wir möchten uns auch nochmal bei allen bedanken, die uns dabei unterstützt haben. Ohne eure Hilfe und euer großes Herz wäre das alles nicht möglich gewesen. Danke danke danke an alle.

Wie ihr ja schon mit bekommen habt, sind schon wieder einige Aktionen gelaufen und auch geplant, um an der Therapie weiter dran zu bleiben. Wir merken deutlich, dass die Delphintherapie Lea gut tut, sie mega viel Spaß und Freude hat und sie die Zeit absolut genießt. Wir möchten Lea weiterhin unterstützen, ihre physische und psychische Entwicklung positiv zu beeinflussen und das sie ein glückliches, selbstbewusstes, junges Mädchen wird.

Viele liebe Grüße von uns allen