Lea´s 7. Delphintherapie September 2019

Leas 7. Reise zu den Delphinen

Lange haben wir auf den Moment gewartet, lange war besonders Lea ungeduldig bis es endlich los ging. Sie hat immer wieder geschaut, ob Mama auch ja jeden Tag etwas in den Koffer ein packte. Jeden Tag, wo Belek näher rückte, durfte sie ein Kreuz an ihren Kalender machen. Dann war es endlich soweit. Wie starteten Anfang September zum 7. Mal Richtung Belek zu den Delphinen.

Mitten in der Nacht ging diesmal unser Flug. Wir hofften, dass wir etwas im Flugzeug schlafen konnten, wenigstens Lea und Lucy. Aber daran war nicht zu denken. Die beiden waren viel zu aufgeregt.
Diesmal konnten wir im Flugzeug die Sonne aufgehen sehen. Das sah echt sehr schön aus. Der Flug war ruhig und auch unser Gepäck hatten wir schnell.
Jürgen begrüßte uns wieder am Flughafen und brachte uns ins Hotel. Dort waren wir erstmal frühstücken und warteten dann auf unser Zimmer.

Nachdem wir etwas ausgepackt hatten machten wir uns auf dem Weg zum Pool. Lea war ganz aufgeregt und konnte es gar nicht aufwarten endlich baden zu dürfen.
So verbrachten wir den ersten Tag, bis wir dann abends tot müde ins Bett gefallen sind.

Nach dem wir am nächsten Tag das Willkommensgespräch mit My Dolphins hatten, wo man uns alle Details sagte (eigentlich wussten wir ja alles, wir sind doch alte Hasen) und die Praktikanten vorgestellt wurden, ging es am 3. Tag endlich zu den Delphinen. Fatma die Physiotherapeutin ist auch noch da.

Lea freute sich darauf, sie wusste ganz genau wo es hin ging und was sie erwartet.
Sie lachte total als wir ankamen und wollte sich auch gleich umziehen und in ihren Anzug schlüpfen.
Aykut war auch wieder Leas Schwimmtherapeut. Lucky und Ice waren die Delphine. Alles war halt sehr vertraut.
Als sie dann endlich bei den Delphinen drin war, war bei uns allen die Freude riesengroß. All die Anstrengung und Mühe fiel von uns ab und wir merkten, dass sich das Kämpfen für Leas Therapie gelohnt hat.
Lea hatte einfach total viel Spaß und grinste über beide Backen.
Wir waren voller Vorfreude auf die nächsten Therapietage.

Immer wenn wir von der Therapie zurück kamen, gingen wir erstmal Mittag essen. Danach stand für Lea die Physiotherapie an. Auf das Galileo wollte sie diesmal nicht so richtig. Lea zeigte Fatma gleich, dass sie doch lieber eine Massage oder Entspannung wollte. Aber es war auch unser Ziel, Lea sollte entspannen und runter kommen. Ab und an konnten wir Lea doch noch überreden auf das Galileo zu gehen. Schließlich ist das ein wichtiger Bestandteil von der Therapie bei My Dolphins. Fatma ist echt eine tolle Physiotherapeutin und macht ihre Arbeit mit ganz viel Herz.

Lea war die ersten Tage schon eher unruhig. Sie wollte eigentlich von einer Stelle zur nächsten. Pool - Essen - Strand - Pool - Essen - Pool - Zimmer. Auf der Liege liegen und entspannen war nichts für sie. Aber wir wussten, dass Lea immer eine gewisse Zeit braucht um sich ein zuleben und runter zu fahren.

Die nächsten Therapietage liefen ähnlich ab, wie der erste Tag. Lea hatte bei den Delphinen viel Spaß. Sie hat auch hin und wieder die Gelegenheit genutzt, mal abzutauchen. Jeder der Lea kennt, weiß das Lea tauchverrückt ist. Auch wenn sie mit dem Delphin alleine schwam tauchte sie manchmal ab, aber der Delphin wich nicht von ihrer Seite.
Lea streichelte den Delphin, küsste ihn und wenn er für sie sang lachte sie total. Von mal zu mal wurde sie aber konzentrierter. Auch war dann Mama mit im Wasser. Sie tauchte nicht mehr so oft, konnte auch wieder komplett alleine schwimmen und ließ nicht mehr los.
Aber eins hatte Lea immer: Spaß und Freude. Sie lachte ganz viel und genoss die Therapiezeit sehr.
Auch Lucy durfte die letzten beiden Male die letzten Minuten mit ins Wasser. Auch Lucy wurde von Lucky geküsst, sie hat ihm gestreichelt und ist ganz allein mit ihm geschwommen.

Neben Pool und Strand machten wir auch ein paar Ausflüge. Wir waren in Belek City und Kadriye, waren dort schön essen und bisschen shoppen. Diesmal haben wir auch eine richtige Bootstour zu den Wasserfällen in Antalya gemacht. Uns allen hat die Abwechslung gut gefallen.
Auch ein bisschen Action durfte nicht fehlen. Lea ist mit Papa und Lucy mit Mama mit dem Jetski übers Meer gedüst.

Was dieses Jahr für uns neu war. Lea tolerierte laute Musik. Sie ist ja auch gerade ganz verrückt auf Kindermusik. Ihre Toniebox muss immer mit dabei sein. Das ist etwas, womit sich Lea beschäftigt. Wenn Lea ihre Musik hatte, könnten die anderen auch mal etwas auf der Liege entspannen.
Am entspanntesten waren alle, wenn wir im Sultanzelt waren. Da war man für sich, hatte seine Ruhe, es konnte uns keiner blöd beobachten. Und Lea konnte auch etwas lauter ihre Musik hören.
Dadurch das Lea auf die Kindermusik steht und dabei auch viel Spaß hat, kam auch Lucy dazu, bei der Minidisco mit zu machen. Lucy ist ja unsere kleine Tanzmaus und hat auch total viel Talent. Sie hatte viel Spaß und war für uns natürlich die beste auf der Tanzfläche.
Das haben wir dann auch fast jeden Abend gemacht.
Denn leider ist große Schaukel abgebaut worden, wo Lea jeden Abend geschaukelt hat.
Im Land of Legends waren wir auch, Lea war entspannt und wir konnten uns so die große Show dort anschauen.

Ganz schnell waren die 3 Wochen Belek rum und es ging wieder nach Hause. Lea freut sich immer ganz sehr auf die Zeit in der Türkei, aber sie freut sich dann auch immer wieder auf zu Hause.

Wir sind allen unendlich dankbar, dass wir den Zauber des Delphins erneut erleben durften.
Leas Therapie war wieder sehr schön und sie hat die Zeit sehr genossen. Sie hatte viel Spaß und hat viel gelacht.
Sie war danach immer sehr entspannt und ausgeglichen. Nach jeder Therapieeinheit konnte sie einmal längere Zeit auf der Liege liegen und hat sich beschäftigt.
Die ganze Auszeit tat ihr wieder sehr gut und das ist das wichtigste. Ziele, die auch in den vorherigen Therapien erreicht wurden, wurden weiter gefestigt und ausgebaut. Ihre Körperstabilität und Körperhaltung wurde besser. Auch sprachlich hat sich Lea weiter entwickelt. Nach den Therapien setzt sie ihre Sprache immer mehr ein und spricht auch deutlicher.
Auch ist Lea nicht mehr so aggressiv und die Autoaggressionen sind etwas zurück gegangen.

Wir sind gespannt wie die Wirkung des Delphins sich noch auf Lea auswirkt.

Wir bedanken uns bei dem ganzen Team von My Dolphins, Jürgen, Fatma, Leas Schwimmtherapeuten Aykut und den Praktikanten Leon, Anna, Viviana und Alex.

Der größte Dank geht natürlich an alle, die Lea unterstützen und spenden. Ohne Spenden wäre die Therapie nicht möglich.
Danke an die Stiftungen, die diese Delphintherapie unterstützen.
Ein dickes Danke geht an Torsten, unseren Eismann mit Herz und seine tollen Kunden. Sie sind schon viele Jahre an unserer Seiten und helfen uns immer wieder aufs Neue.

Ein Dankeschön geht auch noch an die "Rostocker Reisegruppe". Danke für euer Interesse an Lea und ihre Geschichte. Danke für den Respekt den ihr uns ausgesprochen habt, was wir alles für Lea tun. Natürlich steht bei uns allen an erster Stelle, dass es Lea gut geht, sie ein liebevolles zu Hause hat und sie gefördert. Natürlich ist das eine anstrengende Aufgabe. Aber Lea ist unser Kind und wir lieben sie über alles.
Danke, dass ihr uns eine kleine Auszeit, in Form einer Ganzkörpermassage für uns als Eltern, geschenkt habt. Das war echt sehr lieb von euch und haben es sehr genossen.